Das neue Basler Polizeipatrouillenboot ist eingewassert
Der Schwertransport mit dem neuen Patrouillenboot der Kantonspolizei Basel-Stadt ist am Donnerstag in Basel eingetroffen. Die Fahrt von der Werft Marine Alutech im finnischen Teijo dauerte sechs Tage. Bereits am Nachmittag erfolgte die Einwasserung im Auhafen und die Überführung des Bootes auf dem Rhein vom Auhafen ins Bootshaus am Drei König-Weglein. Dort kommt es in den nächsten Tagen und Wochen zum Einbau der letzten technischen Installationen und zur Schlussabnahme. Nach der Schulung der Bootsführer wird das Motorschiff dann in den regulären Dienst gestellt und, so wie es sich gehört, in feierlichem Akt getauft.
Das Polizeiboot „Basilea“ ist in die Jahre gekommen und reparaturanfällig geworden. Nach über 21 Jahren Patrouillen- und Rettungstätigkeit auf dem Rhein genügt es den Ansprüchen seit längerem nicht mehr. Der Regierungsrat genehmigte deshalb letzten Dezember nach umfangreichen Vorarbeiten einen Betrag von 700 000 Franken für ein neues Patrouillenboot der Kantonspolizei Basel-Stadt. Bereits im Januar begann in der auf den Bau von Patrouillenbooten für Marine, Grenzschutz, Küstenwache, Polizei und Rettung spezialisierten Werft Marine Alutech in Finnland die Konstruktionsphase.
Die Bauzeit dauerte rund zehn Monate. Ende Juni waren die Schweissarbeiten beendet und der Rohbau von Rumpf und Kabine zur weiteren Bearbeitung bereit. In einer nächsten Phase wurden die beiden je 300 PS starken Dieselmotoren samt Antriebsstrang eingepasst und die Konstruktionsarbeiten an Aufbauten und Einrichtungen aufgenommen sowie deren Installation. Im Oktober konnten die ersten Testfahrten durchgeführt und letzte Details bereinigt werden. Heute Donnerstag war es dann so weit. Nach sechstägiger Fahrt zuerst mit der Fähre nach Lübeck und dann per Schwertransport auf der Autobahn traf der Konvoi am Morgen in Basel ein. Nach Erledigung der Grenzformalitäten ging es weiter zum Auhafen Muttenz, wo der Container-Kran der Firma Ultra-Brag das acht Tonnen schwere Polizeiboot ins Wasser hievte und das Patrouillenboot erstmals mit dem Rhein in Kontakt kam. Nach der Einwasserung fuhr das Schiff aus eigener Kraft rheinabwärts ins Bootshaus am Drei König-Weglein. Dort kommt es in den nächsten Tagen zum Einbau der letzten Geräte und deren Kalibrierung und zur Schlussabnahme. Nach intensiver Schulung der Bootsführer wird das Patrouillenboot dann in den regulären Dienst gestellt. Dies wird allerdings erst 2012 der Fall sein und verbunden mit einer zünftigen Schiffstaufe.
Das in Finnland nach einer ordentlichen nach GATT/WTO-Regeln erfolgten Ausschreibung gebaute neue Patrouillenboot der Kantonspolizei Basel-Stadt ist etwas über 11 Meter lang und 3,50 Meter breit. Ein modernes Radarsystem ermöglicht den Einsatz auch in der Dunkelheit und bei schlechter Sicht. Im Notfall erreicht es eine Geschwindigkeit von rund 50 km/h. Das Boot ist mit einer hydraulisch absenkbaren Bugklappe versehen, diese ermöglicht eine erleichterte und sichere Rettung von Personen.






