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Norovirus im Alters- und Pflegeheim Stäglen

Nunningen, 26. Januar 2012

Norovirus im Alters- und Pflegeheim Stäglen


Wie Heimleiter Christoph Lötscher gegenüber Regioonline bestätigt, grassiert im Alters- und Pflegeheim Stäglen Nunningen der gefürchtete Norovirus.
Besonders in Heimen und Spitälern sind Noro-Viren sehr ungeliebte Gäste - die Ansteckungsgefahr ist bei dieser Virenart sehr gross.

Deshalb hat die Heimleitung alle notwendigen Massnahmen ergriffen, um die Verbreitung der Viren zu verhindern. "Wir haben das Restaurant geschlossen und alle nicht dringend benötigten MitarbeiterInnen müssen bis auf Weiteres zu Hause bleiben. Es wurden alle sinnvollen und machbaren Massnahmen eingeleitet, damit möglichst wenig Menschen mit dem Virus in Kontakt kommen. So hoffen wir, dass uns dieser sehr ungeliebte Gast bald wieder verlässt!" so Christoph Lötscher.

Das wünschen auch wir den Betroffenen. Nachfolgend finden Sie weiterführende Informationen zum Thema:

 

Norovirus

Erreger und Übertragung
Noro-Viren sind für die Mehrzahl der nicht bakteriell bedingten Durchfälle verantwortlich. Da sie sehr infektiös sind (10-100 Viren genügen für eine Ansteckung), kommt es überall dort immer wieder zu gehäuftem Krankheitsauftreten, wo Menschen auf engem Raum zusammenleben, insbesondere in Familien, Heimen, Spitälern, Kasernen und Kindergärten. Die Ansteckung erfolgt über den Mund durch verunreinigte Hände, durch in der Luft schwebende feine Tröpfchen nach Erbrechen, durch Kontakt mit durch Noro-Viren verunreinigten Gegenständen oder durch Essen und Trinken von verunreinigten Lebensmitteln. Noro-Viren sind sehr resistent gegen Umwelteinflüsse (z.B. Temperaturschwankungen) und können über 12 Tage lang auf verunreinigten Flächen ansteckend bleiben.

Krankheitsbild
12-48 Stunden nach der Ansteckung beginnt die Krankheit meist abrupt mit oft schwallartigem Erbrechen, massivem Durchfall und oft Bauch-, Muskel- und Kopfschmerzen. Vereinzelt kommt noch Fieber dazu. Nach 2-3 Tagen ist die Krankheit überwunden. Als Behandlung ist vor allem auf genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Verbreitung und Häufigkeit
Noro-Viren sind weltweit verbreitet. In Mitteleuropa treten Infektionen vor allem in den Wintermonaten auf, sie können aber das ganze Jahr über durch Import aus anderen Regionen der Welt ausgelöst werden. In der Schweiz erkranken pro Jahr schätzungsweise 400'000 Menschen an einem durch Noro-Viren verursachten Brechdurchfall.

Vorbeugung
Eine Impfung oder Medikamente zur Vorbeugung gibt es nicht. Wichtig ist eine gute Händehygiene, nämlich gründliches Waschen mit Seife, insbesondere nach jedem Toilettengang. Ausserdem müssen Gegenstände und Oberflächen, die mit Stuhl oder Erbrochenem in Kontakt gekommen sind, gereinigt und anschliessend desinfiziert werden, z.B. durch verdünntes Javelwasser (0,1 %). Die handelsübliche Javel-Lösung für den Haushaltsgebrauch weist eine Konzentration von 2,5 % auf und muss auf 0,1 % verdünnt werden (2½ dl der 2,5 %-igen Originallösung mit 5 l Wasser mischen). Erkrankte Personen sollten keine Malzeiten zubereiten. Sind sie in gefährdeten Institutionen (Altersheime, Spitäler, Gastronomie, Schulen) tätig, sollten erkrankte Personen bis mindestens 2-3 Tage nach Abklingen der Symptome nicht zur Arbeit gehen und ebenso die verstärkte Händehygiene weiter pflegen.

Quelle und weitere Infos: Bundesamt für Gesundheit

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