Ab dem 24. Oktober errichten die IWB bei Kleinlützel (SO) auf der "Challmatte" einen 86 Meter hohen Masten für Windmessungen. Diese Messungen sind eine wichtige Voraussetzung, um das Windpotenzial und damit die Wirtschaftlichkeit des von den IWB geplanten Windparks auf der Challhöchi zu beurteilen. Gegen die Windmessungen auf dem Gebiet der Gemeinde Kleinlützel gab es keine Einsprachen.

Im Gebiet "Chall" auf Grund der Gemeinden Burg im Leimental, Kleinlützel und Röschenz untersuchen die IWB (Industrielle Werke Basel) die Machbarkeit eines Windparks. Nach ersten Abschätzungen könnte dort ökologischer Strom aus Windkraft für rund 10 000 Haushalte produziert werden. Gewissheit soll nun die Windmessung bringen. Während mindestens zwölf Monaten werden die Windverhältnisse des Gebietes gemessen, dokumentiert und ausgewertet. Die Windgeschwindigkeit wird dabei in vier verschiedenen Höhen gemessen. Eine externe Stromversorgung der Messapparate ist dafür nicht notwendig.

Der eingesetzte Mast ist 86,5 Meter hoch und speziell für Messungen in Waldgebieten geeignet. Zum Schutz des empfindlichen Waldbodens finden die mit dem Aufstellen verbundenen Arbeiten nur bei trockener Witterung statt. Durch ein rotes Licht an der Mastspitze wird der Messmast auch nachts für den Luftverkehr gut sichtbar sein. Nach Abschluss der Messungen wird der Mast mit allen Verankerungen wieder entfernt. Selbstverständlich werden die IWB beim weiteren Fortschritt des Projektes detaillierte Untersuchungen über die Umweltverträglichkeit des geplanten Windparks durchführen.

Potential der Windkraft in der Schweiz
Mit Windenergie könnten in der Schweiz mindestens 4000 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. Diese Menge entspricht etwa dem Jahresverbrauch von über 1 Million Haushalten. Geeignete Regionen wie der Jurabogen können mit Windstromanteilen an ihrem Gesamtstromverbrauch von gut 20 Prozent rechnen. Die Windenergie ist damit ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen, auf erneuerbaren Energien basierenden Stromversorgung der Schweiz.

Ergänzende Informationen zum Projekt "Windpark Challhöchi"
Das Projekt "Windpark Challhöchi" ist Teil der Strategie der IWB zum Aufbau von Beteiligungen in erneuerbare Energieprojekte im In- und Ausland. Das untersuchte Gebiet liegt im Grenzgebiet der Kantone Baselland und Solothurn. In den Richtplänen ist das Gebiet bislang nicht als möglicher Standort für Windkraftanlagen ausgewiesen. Erste Abklärungen der IWB zeigen jedoch, dass das Gebiet viele Voraussetzungen für einen guten Standort erfüllt: Der Standort Chall ist weit entfernt zu Wohngebieten, er ist verkehrstechnisch gut erschlossen, das Gebiet ist kein Naturschutzgebiet und weist wahrscheinlich gute Windverhältnisse auf. Zudem existiert in der Nähe eine Hochspannungsleitung, die das Einspeisen des Stroms möglich macht.

 

 

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